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Wer findet den Mörder im „Eifeldrama“?

Newsletter 8

Finale.
Horst und Sabine ermitteln in Schönecken in einem Mordfall.
Günther Braun wird verdächtigt Steffi Schwarz umgebracht zu haben. Mittlerweile hat er sogar ein Geständnis abgelegt.
Dies aber wohl eher, weil er glaubt, Gundula Stein habe aus Eifersucht und Liebe zu ihm die Tat begangen.
Sabine fährt mit Gundula ins Untersuchungsgefängnis um Günther zu bewegen, sein Geständnis zu widerrufen. Gundula hat mit der Tat nichts zu tun.
Horst durchforstet die Ermittlungsakten die Sabine besorgt hat und stößt auf einen wichtigen Hinweis...

Weiter geht’s:

Beinahe zeitgleich fahren Sabine, Gundula und Kommissar Knauber vor dem Wittlicher Untersuchungsgefängnis vor. Mal wieder brauchte es nur einen Anruf von Sabine, um Knauber herbei zu rufen.
Sabine setzt Knauber über ihren Verdacht in Kenntnis, dass Günther Braun aus Liebe zu Gundula Stein ein falsches Geständnis abgelegt hat.
Gundula beteuert mit der Tat nichts zu tun zu haben und bittet Knauber, unter vier Augen mit Günther sprechen zu dürfen.
Knauber windet sich wie ein Aal, doch Sabine leistet souveräne Überzeugungsarbeit.
Ein koketter Augenaufschlag und Knauber ordnet an, dass Günther in den Besucherraum gebracht wird.

„Was soll das hier Günther? Sich für mich einsperren lassen. Ein einfacher Heiratsantrag hätte es auch getan. Und damit zwei Sachen zwischen uns klar sind, mit dem Tod von der Schwarz habe ich nichts zu tun und den Heiratsantrag nehme ich an. Jetzt widerrufe das Geständnis. Du ein Mörder, so was glaubt auch nur der Knauber.“

„Ich habe wirklich geglaubt, du hättest die Schwarz erschlagen. Aber ich denke nicht, dass ich nur widerrufen muss und dann hier rausmarschieren kann.
 Von einem Heiratsantrag ist mir auch nichts bekannt, bis jetzt zumindest.
 Willst du meine Frau werden?“

„Was den Heiratsantrag angeht, da berufe ich mich auf meine Aussage von eben. Was deine Entlassung betrifft, da vertraue ich auf Sabine und Horst.“

„Gut, dann rede ich noch mal mit Knauber. Ich hoffe auch auf Horst und Sabine, zaubern können die aber auch nicht.“

„Stimmt, aber sie sind zauberhaft. Bestimmt auch als Trauzeugen ganz gut geeignet.
Kannst du ja mal drüber nachdenken. Hast du eigentlich ein Einzelzimmer hier?

„Werde jetzt bloß nicht frech, schick mir lieber den Knauber rein.
Ich liebe dich, Gundula.“


„Ich dich auch, aber das weißt du ja. Ich gehe dann mal und sage Knauber Bescheid.“

Knauber ist natürlich wenig begeistert.
Noch dazu, wo er gerade erfahren hat, dass eine Anwältin aus Daun auf dem Weg zu Günther Braun ist. Die hat der Klaus vom Eifelkrug zwischenzeitlich angeheuert.
Und es ist nicht irgendeine Anwältin, Frau Lauer-Nack ist in der Eifel auch
unter dem Namen „Pitbull“ bekannt. Wo die sich einmal festbeißt, sieht es für die Gegenseite immer schlecht aus.
Pitbull hat Frau Knauber vor vier Jahren auch im Scheidungsverfahren vertreten.
Du siehst, Knauber bleibt wirklich nichts erspart und ein wenig Mitgefühl solltest du  jetzt ruhig aufbringen.

Zurück auf dem Parkplatz des Gefängnisses klingelt Sabines Handy. Horst ist dran und klingt fürchterlich aufgeregt.

„Hallo Sabine, Horst hier. Ist der Knauber in der Nähe. Ich muss ihn unbedingt sprechen. Ich kenne unseren Mörder.“

Knauber fährt gerade vom Parkplatz los und Sabine kann ihn gerade noch herbeiwinken. Knauber setzt zurück und schaut Sabine grimmig an.

„Für Sie“ sagt Sabine und reicht Knauber das Handy durch die heruntergelassene Scheibe.

„Knauber hier. Was ist los. Ich hoffe, Sie haben einen verdammt guten Grund mich anzurufen.“

„Habe ich, habe ich. Günther Braun ist unschuldig, Gundula Stein auch. Ich weiß wer der Täter ist. Beweise habe ich schon mal für Sie gesammelt. Bewegen Sie Ihren Hintern nach Gerolstein. Ich warte am Bahnhof auf Sie. Und bitte schnell, es ist nämlich saukalt.“

„Warten Sie in der Bahnhofsgaststätte auf mich. Den Grog da kann ich nur empfehlen. In einer halben Stunde bin ich da. Bestellen Sie ruhig schon mal einen Grog für mich mit. Ganz heiß kriege ich das Zeug sowieso nicht runter.“

Jetzt, was ist denn da passiert in der Zwischenzeit.
Du erinnerst dich bestimmt. Günther Braun hatte in der Tatnacht den Mofafahrer mit nach Hause genommen und ihm ein Taxi bestellt. Als Sabine und Horst kurz vor Günthers Festnahme bei ihm zuhause waren, kein Mofa zu sehen. Daran hat sich Horst erinnert. Denn in den Ermittlungsakten im Protokoll nur die Aussage von Günther, das Taxi sei gegen 0:30 bei ihm losgefahren. Kein Mensch hat mit dem Taxifahrer gesprochen.
Das hat Horst dann nachgeholt.
Nach zwei, drei Kilometern hat es sich der Junge anders überlegt und das Taxi umkehren lassen. Der Taxifahrer hat noch gesehen, wie er zum Mofa gegangen ist, das neben der Garage stand.


Aber es kommt noch besser. So um viertel vor zwei hatte der Fahrer noch eine Fahrt Richtung Prüm und da ist ihm das Mofa noch mal entgegengekommen. Wäre der Junge gleich losgefahren, hätte er um diese Zeit schon längst in Gerolstein sein müssen.
Horst und Klaus haben dann ein wenig rumtelefoniert und raus gefunden, dass der Junge Tobias Kramer heißt und in der Gerolsteiner Altstadt wohnt. Er arbeitet bei der Gerolsteiner Mineralquell, ist aber die letzten zwei Tage nicht zur Arbeit erschienen.

Pünktlich nach einer halben Stunde kommt Knauber in Gerolstein an und Horst sieht, dass man auch Grog auf Ex nehmen kann.

„Alles eine Frage der Temperatur, Junge. Alles bloß eine Frage der Temperatur.“ grinst  Knauber, „und jetzt erzähle mal ganz langsam was du hast.“

Horst setzt Knauber ins Bild und nur zwanzig Minuten später klingeln sie bei Tobias Kramer an der Tür. Tobias öffnet sofort, er ist fertig angezogen und hat eine kleine Sporttasche neben sich stehen.
„Ich warte hier seit fast drei Tagen. Ich dachte schon, ihr kommt gar nicht mehr.“

Den fehlenden Knopf an der Jeansjacke bemerkt Horst sofort. Knauber eher nicht.

Abends sitzen alle im Eifelkrug. Gundula mal nicht hinter der Theke.
Den Thekendienst hat Jupp übernommen. Auch Klaus sitzt mit den Gästen am Tisch.
Und so ein klein wenig ist es auch eine Verlobungsfeier, Gundula und Günther rufen ihren Hochzeitstermin aus. Klaus stehen die Tränen in den Augen, aber bevor das jemand bemerkt, geht das Handy von Horst los.

„Ah, hallo Jürgen....... Ja, wir haben den Mörder gefasst.............ja klar, wir haben den Fall gelöst,..........ich hätte dich doch auch gleich angerufen....... doch hätte ich...........Hannover? nächste Woche?.........Mist, der Empfang ist gerade ganz, ganz schlecht, Tschüss.

Sofort danach klingelt Sabines Handy.
„Scheiß Eifel, ich hasse diese Funklöcher“ grinst sie.

„Noch eine Runde Eifelfeuer?“ fragt Klaus.
Alle nicken und so soll es ja auch sein.